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Dezember 3rd, 2018 by Sylvia Lohr

Kennen Sie all Ihre Fähigkeiten? Sicher?

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Von Zeit zu Zeit wird sich jeder mit der Frage beschäftigen, ob das was man jeden Tag macht auch wirklich erfüllt. Oder ob die Fähigkeiten gar woanders liegen und sie noch nicht ausgeschöpft sind. Darauf folgt häufig der Gedanke, sich damit zu beschäftigen, wenn man mal Zeit hat. Nun kann entweder die Idee eines Sabbatical auftreten oder der Verschiebungsmodus wird eingeschaltet – bis zum nächsten Urlaub.....

Klar, wer reflektiert schon gerne, wenn er in der täglichen Routine steckt. Und doch gibt es eine kurzweilige und interessante Möglichkeit seine eigenen Fähigkeiten neu zu entdecken oder bestätigt zu bekommen. Mit dem Life/Work Planning (LWP).

Zugegeben, es ist keine neue Methode. Doch sind wir mal ehrlich - was ist heute schon wirklich grundlegend neu. Es geht doch mehr und mehr darum, bereits vorhandene Methoden in die aktuelle Situation zu übersetzen. Und das kann auch mit LWP gelingen.

Seine Fähigkeiten kennenlernen und einschätzen

Per Definition wird das LWP hauptsächlich als Methode zur Arbeitssuche genannt. Doch kann es so viel mehr, geht es doch darum, sich selbst evtl. besser kennenzulernen, neu einzuschätzen oder zu bestätigen. Und das kann und ist bestimmt wertvoll in allen Lebens- und Arbeitsstationen. Beim LWP geht es vorallem darum ein Umfeld zu finden, in dem man sich wohlfühlt, sein Wissen und Können einbringen kann und Menschen trifft, mit denen man sich weiterentwickelt.

Somit eignet sich die Methodik für alle Menschen, die sich neu orientieren möchten, ein Ehrenamt suchen, ein neues Netzwerk aufbauen möchten - oder auch einfach mal neugierig auf Neues sind. Aber auch für Menschen und Teams im agilen Arbeitsumfeld. Gerade wenn es darum geht, neue Teams aufzusetzen, sich Neuem zu stellen, ist es hilfreich seine Fähigkeiten zu überprüfen und die eigene Einstellung anzupassen.

Es geht hier vollumfänglich um jeden Einzelnen. Mithilfe der 3 folgenden Schritten soll das Umfeld gefunden werden, das man sich wünscht: 

  1. Was kann ich, was will ich?
  2. Wo will ich mich einbringen? Wo kann ich Gleichgesinnte finden?
  3. Wie kann ich 1 und 2 verknüpfen, um mein Ziel zu erreichen?

Im ersten Schritt kann es helfen, sich mit Menschen zusammenzusetzen, die möglichst fremd sind. Erzählen Sie z.B. eine Geschichte aus Ihrem Leben, in der Sie ein Ziel hatten und lassen Sie die Menschen rückspielen, welche Fähigkeiten Sie unbewusst in dieser Situation genutzt haben, um sie zu lösen. Sie werden erstaunt sein, welche Fähigkeiten selbst jene in Ihnen entdecken, die sie noch gar nicht kennen.

Dann überlegen Sie sich im zweiten Schritt, wo ein Umfeld sein kann, in dem Ihre Fähigkeiten am besten zur Geltung kommen. Recherchieren Sie, sprechen Sie mit Freunden, Familie, Fremden, um auch deren Einschätzung und Erfahrung zu nutzen.

Im dritten Schritt suchen Sie nach Gleichgesinnten in den ausgewählten Organisationen, Unternehmen, Netzwerken. Der kleinste gemeinsame Nenner bringt hier den Einstieg in ein Gespräch evtl. auf Veranstaltungen, auf denen man sich kennenlernt oder über Empfehlungen. Und so erfährt man dann im Gespräch mehr über das Umfeld und kann einordnen, ob es wirklich zur eigenen Planung passt.

Das sind alles keine neuen Ideen, werden Sie nun vielleicht sagen. Stimmt, wie schon gesagt – ich finde es immer wieder spannend, bereits vorhandene Methoden und Strategien auf das jeweils Aktuelle anzupassen – und dabei auch über den Tellerrand zu schauen. Und so kann man auch LWP nutzen, über die eigentliche Definition hinweg. Und ganz ehrlich – gerade der 1. Schritt kann Augen öffnen und manch einem auch dabei helfen Neues auszuprobieren. Und es kann helfen, sich in heterogenen Teams wohlzufühlen, zurechtzufinden und seine Stärken entsprechend einzusetzen.

Natürlich führt auch dieser Weg nicht ins Paradies, Kompromisse muss man immer eingehen, doch je weniger je besser, oder?

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Oktober 18th, 2018 by Sylvia Lohr

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Immer wieder wird darüber gesprochen, dass in der digitalen, agilen Welt bestimmte Skills benötigt werden. Ich frage mich, ob Soft Skills nur dort erwartet werden sollten? Oder gab es die Notwendigkeit auch schon in früheren Projekten, auch in Wasserfallwelten und über Generationen hinweg?

Ein Artikel der Computerwoche führt jene 11 Soft Skills auf, die die Autoren Gabriele Peters-Kühlinger und Friedel John für ihr Buch "Soft Skills" als die Wichtigsten von Personalern genannt bekamen.
Für mich bauen sich die folgenden Soft Skills logisch aufeinander auf – unabhängig von der Arbeitswelt in der sich jeder befindet. Wer seine Stärken und Schwächen kennt, kann sich in andere einfühlen, begegnet neugierig Unbekanntem, wird dies auch offen kommunizieren, freut sich an engagierten Teams, unterstützt andere in ihrer Weiterentwicklung, reflektiert Kritik auch um sich selbst weiterzuentwickeln, analysiert Konflikte und löst sie mit pragmatischen Ansätzen, beherrscht seine Emotionen und kann überzeugen.

Selbstbewusstsein

Sich selbst bewusst wahrnehmen, die eigenen Stärken und Schwächen kennen. Das hilft dabei, auch die Stärken und Schwächen der anderen zu erkennen, diese aber auch als solche zu belassen, ohne Wertung oder den Versuch Einfluss zu nehmen.

Einfühlungsvermögen

Sich in Empfindungen, Gedanken anderer Menschen und deren Gegebenheiten einfühlen und diese verstehen. Diese emotionale Basis macht nachhaltige zwischenmenschliche Interaktionen erst möglich. Dazu muss man seine eigenen Gefühle kennen und sicher damit umgehen. Empathie leben und zeigen, kann dabei helfen, leichter einen Konsens mit anderen zu finden.

Vertrauenswürdigkeit

Ein Mensch, auf den absoluter Verlass ist, in kritischen Situationen oder auch bei vertraulichen Informationen. Jemand der Verantwortung übernimmt, andere in den Vordergrund stellt und zu seinem Wort steht. Ein absolutes Muss, um ein Team aufzubauen und Menschen zu fördern.

Neugierde

Mut Altes zu verlassen und Neues zu betrachten, offen für Neues, Interesse an Anderem - das macht neugierige Menschen aus und fördert Kreativität.

Kommunikative Kompetenz

Kommunikationsfähigkeit bedeutet, dass man sich verständlich und empfängerorientiert ausdrücken kann. Sie ist respektvoll und darauf ausgerichtet, sich mit anderen auszutauschen, Dinge verbal zu klären und Wissen durch Kommunikation weiterzugeben oder eigenes Wissen zu erweitern.

Teamfähigkeit

Teamfähig zu sein bedeutet unter anderem sich konstruktiv, respektvoll, tolerant, engagiert, motivierend und wertschätzend einzubringen. Die Gruppe und das gemeinsam definierte Ziel stehen im Vordergrund, wobei auch hinterfragt und gefordert werden darf und soll.

Kritikfähigkeit

Kritik üben – immer fair, sachlich und respektvoll, aber auch Kritik annehmen, reflektieren und entsprechend umsetzen. Nur wenn es möglich ist, Feedback oder auch Kritik miteinander auszutauschen, können Teams erfolgreich Projekte umsetzen und sich dabei jeweils weiterentwickeln.

Analytische Kompetenz

Situationen rasch erfassen und entsprechend schnell reagieren. Diese Fähigkeit hilft dabei, schnell auf Herausforderungen zu reagieren, Lösungsmöglichkeiten zu erkennen und wenn notwendig gemeinsam mit dem Team das Ziel zu justieren. Die analytische Kompetenz kann auch dabei helfen, emotionale Situationen pragmatisch zu lösen.

Selbstdisziplin/Selbstbeherrschung

Sich nicht seinen eigenen Emotionen unterordnen, sie beherrschen und somit die Fakten im Fokus behalten. Nur wer sich selbst im Griff hat, kann andere mit pragmatischen Argumenten überzeugen.

Konfliktfähigkeit

Auffassungen anderer zu akzeptieren und sich offen mit den Mitmenschen auseinandersetzen. Somit können Kompromisse gefunden und Konflikte gelöst werden. Und davon profitiert das Team, das Projekt und letztendlich jeder einzelne.

Durchsetzungsvermögen

Überzeugen, statt überreden - oder zwingen. Gerade wenn es sich um total neue Ideen handelt, für die Erfahrungswerte fehlen, muss man vertrauenswürdig sein, empathisch und selbstbewusst, um Innovationen durchzusetzen.

Die 5 agilen Werte

Betrachten wir die 5 Werte der agilen Arbeitswelt (Mut, Respekt, Commitment, Openness, Fokus), so sehen wir, dass sie sich u.a. auch von diesen Soft Skills ableiten lassen:
  • Selbstbewußtsein => Mut
  • Empathie => Respekt
  • Vertrauenswürdigkeit => Commitment
  • Neugierde => Openness
  • Teamfähigkeit => Commitment
  • Analytische Kompetenz => Fokus
  • Selbstdisziplin/Selbsbeherrschung => Respekt
  • Konfliktfähigkeit => Respekt
  • Durchsetzungsvermögen => Commitment

Fazit

Soft Skills vereinen sämtliche Eigenschaften, Fähigkeiten und Qualifikationen, die nicht per Berufs- und/oder Hochschulausbildung erlangt werden können. Sie betreffen persönliche Kompetenzen, soziale Kompetenzen und methodische Kompetenzen und sind somit die Summe aus Talenten, Charakterzügen, Erziehung, Umfeld und Erfahrungen.
Unabhängig vom Arbeitsumfeld, von der Projekt- oder Teamgröße – Soft Skills sind immer und überall notwendig. Nur wenn jeder über weiche Fähigkeiten verfügt, kann ein Team erfolgreich und nachhaltig zusammenarbeiten – ob im agilen Umfeld oder in Wasserfallprojekten.
Wenn wir nun zurückkehren zu den Anforderungen an Leader von heute, dann wird schnell ersichtlich, dass der/die am besten ist, der/die möglichst viele Soft Skills authentisch aus sich heraus lebt und umsetzt. Oder?

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September 27th, 2018 by Sylvia Lohr

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In einem sehr interessanten Webinar zum Thema Digitale Transformation von Christian Wehner, SAP wurden unter anderem auch Trends der nächsten 3 Jahre erwähnt. Neben vielen anderen durchaus erwähnenswerten, ist dieser m.E. wegweisend: 72% der CEOs in globalen Unternehmen glauben, dass die kommenden 3 Jahre wichtiger sein werden für ihr Geschäft als die letzten 50 Jahre.

Ein weiterer Trend, der hier hineinspielt ist die Annahme, dass bereits 2019 mehr als 50% der Unternehmen ihre Produkte als Services definieren werden. Daraus leitet sich auch einiges für das Marketing von heute und für die Zukunft ab.

Produkt Marketing ist tot

Die globalisierte und digitalisierte Welt ermöglicht den schnellen Austausch von Informationen und den Vertrieb lokal entwickelter Produkte über Ländergrenzen hinweg. Neue Märkte können erschlossen, neue Zielgruppen definiert werden.

Das ist zwar super, doch fordert es Marketing und Vertrieb heraus.

Mit der Möglichkeit unsere Produkte einem größeren Markt verfügbar zu machen, wächst auch zeitgleich der Wettbewerb. Gehen wir mal davon aus, dass wir eben nicht etwas revolutionär Neues wie den ersten Computer (1941) oder das erste iPhone (2007) auf den Markt bringen möchten. Daher können wir sicher sein, dass unser Produkt in irgendeiner Art und Weise auch schon von jemandem anderen angeboten wird. Und davon gilt es sich abzugrenzen. Und das geht heute weniger denn je mit reinem Produkt Marketing.

Werbung ist nicht erst durch die Autowerbung emotional geworden, sondern hat schon immer unbewusst Gefühle bei den potentiellen Kunden ausgelöst. Nicht nur im B2C-Bereich, sondern auch stark im B2B-Bereich. Wer einmal die Diskussion miterlebte, welche Vorteile/Nachteil Apple gegenüber Microsoft hat, der weiß, wie emotional das Arbeiten mit Software sein kann. Und somit müssen andere Botschaften transportiert werden, als das reine Produkt. Es müssen Welten geschaffen werden, die unsere Produkte von denen der anderen unterscheiden.

Lang lebe das Produkt Marketing – nur anders

Produkte schaffen Mehrwert und der kann individuell unterschiedlich bemessen und gewichtet werden. Das lässt heute mehr denn je den Kunden in das Zentrum jeglicher Marketing- und Vertriebsaktivitäten rücken. Eine Welt muss geschaffen werden, in der die Vorteile des Produktes herausgestellt werden, und es dem Kunden unmöglich erscheint ohne diese weiterzuleben.

Das bedingt, dass wir den Kunden kennen, seine Sprache sprechen, seine Fragen und Erwartungen. Werbebotschaften, Kampagneninhalte und –kanäle müssen sich um den Kunden drehen, nicht um das Produkt.

Produkt Marketing ist heute – in der disruptiven Welt – nur dann erfolgreich, wenn es in heterogenen Teams entwickelt wird. Nicht mehr in Silos denken und planen, sondern über die Fachabteilungen hinweg denken, Mindset öffnen und Vielfalt zulassen. Also genauso wie es in agilen Teams gelebt wird.

Jeder bringt eine andere Sicht auf den Kunden mit und kann diese in die Entwicklung einbringen. Content kann zielgerichtet erstellt werden, die Kommunikationskanäle kundenspezifisch definiert und eingesetzt werden, und der Kundenkontakt von Anfang an mit beeinflusst und geführt werden.

Fazit

Mit einem solchen Ansatz ist es aus dem Marketing heraus möglich, die Customer Journey um das Produkt herum positiv zu gestalten. Egal an welchem Point of Sales sich der Kunde befindet, es werden nur auf ihn ausgerichtete Botschaften und Vorteile transportiert und somit Emotionen geweckt, die zum Kauf führen können. Vorausgesetzt, der Kunde ist gerade auf der Suche nach einem solchen Produkt. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Passend zum Thema „Marketing der Zukunft“ ein Interview in der Absatzwirtschaft mit Ralf Strauß, Präsident des Deutschen Marketing Verbands, und Gerhard Göttert, Mitglied des Vorstands der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG) und Initiator des DSAG-Marketingleiter- Forums.

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August 27th, 2018 by Sylvia Lohr

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Agiles Arbeiten, das Überwinden althergebrachter Projekt- und/oder Organisationshierarchien scheint hipp und vor allem bei Jüngeren absolut angesagt. Bedeutet es doch vermeintlich absolute Freiheit, sich Tasks selbst auszusuchen und selbstbestimmt umzusetzen. Es gibt keine Anweisungen mehr, und jeder ist dafür da, den Einzelnen zu coachen und zu einem höheren Level zu bringen. Letzteres gilt vor allem für die senioreren Professionals.

Häufig wird älteren Teammitgliedern das Verständnis für agiles Teamarbeiten abgesprochen, denn üblicherweise kommen diese ja aus Wasserfall-Unternehmen. Sie sollen/möchten intuitiv spüren, wie Teams von heute funktionieren und zeitgleich als Beispiel vorangehen.

Soweit zumindest das Denken. Doch stimmt das? Meiner Erfahrung nach nein. Agil bedeutet weder absolute Freiheiten, noch das Fehlen von Hierarchien oder muss von Älteren noch gelernt werden, wohingegen die Jüngeren es intuitiv leben. Jede Generation muss agiles Verständnis erst aufbauen, am besten gemeinsam im Team. Scheitern zulassen und als Schritt auf dem Weg zur eigenen Entwicklung erkennen. Niemand anderes ist dafür verantwortlich, dass der Einzelne sich weiterentwickelt, als derjenige selbst.

Schauen wir uns doch die Werte in einem agilen Umfeld mal an.

Openness – Offenheit

Offen, neugierig für Neues und Unerwartetes. Das bedeutet auch, sich mit Themen unvoreingenommen auseinanderzusetzen, die vorher noch nie aufgetreten sind. Jüngeren kann das leichter fallen, da sie hiermit evtl. bisher weniger Erfahrungen gemacht haben und daher weniger Erlerntes mitbringen. Doch ist es auch eine Wesensart, die ebenso Ältere dazu bringt, Neues zu erkennen, zuzulassen und umzusetzen.

Offenheit bedingt Mut, und das bringt mich zum nächsten Wert.

Courage – Mut

Mut hat man oder man hat ihn nicht, zumindest die Veranlagung hilft dabei. Denn Mut kann man auch lernen: je mehr positive Erfahrungen man aus einer unbequemen Situation mitbringt, desto leichter wird es fallen sich neuen Dingen zu öffnen und die Angst vor Kontrollverlust reduziert sich. Das ist nachweislich alters- und generationsunabhängig.

Wenn das verstanden wurde, ist der Weg zum nächsten Wert logisch.

Respect – Respekt

Eine Gesellschaft, ein Team, oder anders ausgedrückt jede Interaktion und Reaktion mit und auf Menschen bedingt Respekt. Davor, dass das Gegenüber eigene Ideen mitbringt, neue Gedanken aufbringt und vor allem zunächst einmal existiert, um etwas zu bewegen. Auch dieses Verhalten ist altersunabhängig, doch vielmehr geprägt durch Erziehung und Gesellschaftsform. Genau das macht diesen Wert auch so komplex, denn wir können nicht beeinflussen woher wir oder unser Gegenüber kommt. Doch jeder kann seine eigene Haltung definieren und entsprechend einwirken.

Sich selbst zu verändern bringt auch den nächsten Wert zum Vorschein.

Focus – Fokus

Der Wert im agilen Umfeld liegt auf Schaffung von Mehrwert. Das entsteht u.a. auch durch Fokussierung, auf das was in einer bestimmten Situation benötigt wird. Wenn man nun auch Mehrwert in ein Team bringen möchte, sollte man sich erst einmal selbst kennen. Also durchaus ab und an den Fokus auf sich selbst, seine Haltung, sein Wissen und seine Ziele legen. Gemeinhin geht man davon aus, dass ältere Menschen geduldiger sind, was natürlich bei einer Selbstbetrachtung helfen kann. Doch habe ich viele Menschen im agilen Umfeld getroffen, die egal welchen Alters durchaus von sich selbst eingenommen sind und darüber hinaus andere Menschen bewerten. Meistens zum Schlechteren, denn man selbst ist ja bereits perfekt.

All jenen, denen agiles Management bekannt ist, werden nun erkennen, dass dieses Verhalten alles andere als agil ist. Denn in einem agilen Umfeld gibt es keinen fertigen oder perfekten Zustand. Alles ist jederzeit im Wandel und muss den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden.

Und hier kommt der fünfte Wert zum Tragen.

Commitment – Engagement/Einsatz

In einem agilen Umfeld geht man davon aus, dass jeder das notwendige Engagement mitbringt, um eine Lösung umzusetzen. Doch warum gilt das nur in agilen, modernen Unternehmen? Jeder Mensch, der etwas erreichen möchte, und sei es einen schönen Geburtstagskuchen zu backen, wird sich engagieren und einbringen. Umso mehr fällt das natürlich in komplexen Situationen auf. Hier muss jede wirkliche Verantwortung für sein Handeln übernehmen, damit das ganze Team und somit das Produkt funktionsfähig ist. Bringt in einem solchen Umfeld nur einer weniger Engagement als die anderen, wird das gesamte Team scheitern. Hierzu gehört auch die Bereitschaft, sich mit Fehlern, die evtl. aus dem eigenen Tun entstehen, auseinanderzusetzen. Es sind nicht immer die anderen, die zu einem Fehlschlag beigetragen haben, sondern durchaus jede Einzelne mal mehr, mal weniger. Siehe hierzu auch Respekt und Fokus.

Empfehlung

In Zeiten der fortschreitenden Globalisierung und Schaffung neuer digital geprägter Arbeitswelten, ist es unabdingbar sich den neuen Arbeitsmethoden anzunähern. Da agiles Arbeiten eine echte Disruption im Unternehmen bedeutet, ist es ratsam, sich diesem Thema behutsam und bedacht zu nähern. Man muss erst einmal verstehen, wo sich das Unternehmen vor allem aber jeder einzelne im Unternehmen befindet. Hierzu gibt es eine Menge Tools, die helfen den Ist-Zustand zu verifizieren. Ein solches hilfreiches Tool ist z.B. das Agile Affinity Model, mit dem oftmals unbewusste Einschätzungen der Situation aufgedeckt und in Relation gesetzt werden können. Das Resultat ist eine wertfreie Beobachtung der aktuellen Lage, die dann in der Gruppe besprochen wird.

Die hieraus resultierenden Erkenntnisse sollten dann priorisiert in kleine Abschnitte geclustert werden, die Arbeitsgruppen dann Schritt für Schritt umsetzen. Scrum, Kanban oder andere agile Vorgehensmodelle können einen hilfreichen Rahmen bilden. Welche hierfür die richtige Vorgehensweise ist, hängt maßgeblich vom Wesen des Unternehmens ab. Ein paar Fragen hierzu könnten sein: Wie transparent sind die Abläufe bereits? Wieviel Erfahrung liegt bereits mit agilen Methoden vor? Gibt es bereits agile Ansätze? Wie schnell können die jeweiligen Wertschöpfungsketten erfolgreich produzieren? Natürlich gibt es hierzu auch verschiedene Möglichkeiten erste Einblicke in agile Modelle zu erhalten, online oder über z.B. Dienstleister.

Fazit

Ich habe bewusst versucht von möglichen Ratios zu sprechen, denn jede Gesellschaft besteht auch aus Menschen, die bevorzugt in einem vorgegebenen Rahmen leben und agieren. Und diese Menschen sind genauso wichtig wie agil ausgerichtete. Es gibt m.E. kein richtig oder falsch, sondern nur persönliche Vorlieben, nach denen jeder leben können sollte, damit eine nachhaltige, gesunde und erfolgreiche Gesellschaftsform bestehen kann. Und jeder Mensch kann von anderen lernen – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, etc.

Von diesen Gedankengängen ausgehend, denke ich, dass auch solche Unternehmen, die sich heute bereits als agil betiteln, Potential haben sich von Zeit zu Zeit kritisch zu betrachten, ob sie wirklich diese Werte von Agile Management leben. Denn agil heißt auch voneinander lernen, Neues und Neue zuzulassen und stetig nach Verbesserung zu streben. Und das gilt sowohl für junge Hüpfer als auch alte Hasen.

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August 31st, 2016 by Sylvia Lohr

Marketing Transformation Einfluss

Was war zuerst da: das Huhn oder das Ei? Der Kunde oder das Produkt? Kommunikation oder Vertrieb? Folgt man den meisten Artikeln, dann dreht sich alles hauptsächlich um den Kunden und somit den Kundenservice. Doch was, wenn das Produkt nicht stimmt? Der Vertrieb die Marketingaussagen nicht kennt, die Mitarbeiter noch analog leben? Nur das Zusammenspiel der 6 kritischsten Unternehmensbereiche entscheidet über langfristigen Erfolg oder Mißerfolg Ihre Marketing Transformation:

 

Wie ist es in Ihrem Unternehmen? Arbeiten Sie bereits cross-funktional mit Teams, die gemeinsam an Ihrem Unternehmenserfolg arbeiten? Wie gehen Ihre Mitarbeiter mit der neuen Situation um? Ich freue mich auf Ihre Antworten oder auch Zusatzinformationen zum Thema.

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Digital Marketing Transformation Journey
Juni 29th, 2016 by Sylvia Lohr

Der Markt spricht immer von Digital Marketing, Digital Transformation oder Customer Journey.

Das Marketing der klassischen Bereiche wurde um die digitale Kommunikation mit ihren vielfältigen Kanälen erweitert. Daher erscheint es angebracht heute nicht mehr vom Marketing und separierten Digital Marketing zu sprechen. Das moderne Marketing von heute findet zu 80% in digitalen Medien statt und nutzt zu 20% klassische Kommunikation. Digital Marketing Transformation Journey

Somit hat sich das Digital Marketing zu einem festen Bestandteil des Gesamtmarketings etabliert. Es durchlief somit ebenfalls eine Transformation.

Digital Marketing Transformation Journey

Das Digital Marketing 1.0. war radikal. Zum ersten Mal war es möglich von seinem Schreibtisch aus in andere Länder zu „reisen“. Unternehmen zu besuchen, die nicht am gleichen Ort beheimatet sind. Die ersten Unternehmen begannen sich mit eigenen Homepages zu präsentieren. Es war faszinierend Unternehmensinformationen ad-hoc bei Bedarf zu erhalten, statt diese per Telefon, Fax oder Email erst anzufragen.

Mit Digital Marketing 2.0. wurde es noch leichter Informationen zu finden. Neue Suchmaschinen wie Yahoo, Google kamen hinzu, Suchalgorithmen wurden verfeinert und die ersten Anzeigenkunden freuten sich über die schöne neue globale Werbewelt. Neue Abonnement-System wie RSS Feed ermöglichten nun sogar aktuelle News direkt in den eigenen Email-Account gespielt zu bekommen. Die Interaktion begann.

Digital Marketing 3.0. befähigte jeden interaktiv und unmittelbar in das Geschehen einzugreifen. Soziale Medien wie Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn wurden zu zentralen Plattformen, auf denen sich mitgeteilt wurde und wird. Kommunikation und Marketing mussten sich nun zielgruppengerecht ausrichten. Inhalt und Medium musste erstmals genau auf die Käufer- und Interessengruppe abgestimmt werden. Ziel war es hiermit möglichst gute und viele Beurteilungen auch über die sozialen Plattformen zu erhalten.

Im heutigen Digital Marketing 4.0. sammelt sich nun alles aus den Versionen 1.0. – 3.0. und wird erweitert um Cross-Channel, auch Omnichannel genannt. Neben der kundenorientierten Ansprache ist nun auch der richtige Kanal essentiell. Wie, wann und wo wird die Zielgruppe erreicht. Welche Kanäle müssen eingesetzt werden? Genügt die Homepage? Wird eine App benötigt? Sollten Communities aufgebaut werden? Welches Soziale Medium ist wirklich relevant?

Digital Marketing 4.0. ist allerdings nur ein weiterer Schritt in die komplexe neue Marketingwelt. Die nächsten Versionen werden bestimmt sein von AR, VR, Internet of Things mit den digitalen Gadgets im Alltag u.v.m.

Sind Sie auch gespannt was noch kommt? Was, denken Sie, wird für Digital Marketing 5.0. den Ausschlag geben? Senden Sie uns Ihre Meinung. Wir freuen uns drauf.

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April 29th, 2016 by Sylvia Lohr

Content Marketing

Das war der Titel des heutigen Webinars gemeinsam mit Jochen Gross, CEO, ajando GmbH in Mannheim. Im ersten Teil führten wir in den Bereich Content Marketing als strategisches Marketingtool. Der zweite Teil war angereichert mit Praxistips und -beispielen. Webinar-Content-Marketing

Wir sprachen über die Unterschiede von analoger und digitaler Kommunikation, als auch über die Vorgehensweise in der Erstellung einer Content Marketing Strategie bis hin zu den unterschiedlich angesiedelten Meßzahlen.

Sehen Sie hier die Aufzeichnung auf YouTube.

Haben Sie Fragen/Kommentare zur Aufzeichnung, zum Content Marketing oder Praxisbeispielen? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

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Content Marketing
April 13th, 2016 by Sylvia Lohr

Gibt es nicht schon genug? Content Marketing

Das Thema Content Marketing und damit einhergehend Content Entwicklung ist so vielschichtig, dass dieses strategische Marketinginstrument von verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden sollte. Content Marketing ist mehr als Inhaltserstellung – es bildet vielmehr eine Stufe im Digital Marketing ab.

Worum geht es bei Content Marketing?

Bei Content Marketing geht es darum, das Produkt, die Dienstleistung dem Kunden „schmackhaft“ zu machen. Natürlich kann man jetzt sagen, dass machen wir Marketingexperten ja schon seit Jahren. Was ist also neu daran?

Content Marketing ist die strategische Planung von Inhalten und deren Entwicklung. Das Content Development folgt den Vorgaben der Content Marketing Strategie.

Neu am Content Marketing ist die Herangehensweise und der Blickwinkel. Durch den Einsatz verschiedener online und offline Kommunikationskanäle um den Lebensablauf des Kunden herum, muss bei der Content Entwicklung auf neue Regeln geachtet werden. Die Sprache, die Länge der Sätze und Absätze müssen auf die einzelnen Kanäle angepasst werden, ein gutes Beispiel ist hierbei Twitter. Mit weniger als 145 Zeichen muss das Wesentliche gesagt sein, damit der Leser weiterlesen möchte.

Content Marketing ist darüber hinaus ein strategisches Marketinginstrument, das den Vertrieb und die allgemeinen Geschäftsziele unterstützt. Es ist essentiell wichtig den Content auf die Zielgruppe auszurichten, dabei aber auch die Firmenphilosophie zu transportieren. Es geht im Wesentlichen darum authentische Geschichten rund um das Produkt zu erzählen. Und das über den gesamten Lebenszyklus einer entsprechenden Kampagne.

Hierbei steht nicht primär das Produkt im Vordergrund, sondern die Informationen zu dem Produkt und der dahinterstehenden Marke, siehe auch diese Definition auf der Seite Online Marketing Praxis.

Der Prozess des Content Marketing

Content Marketing muss fest integrierter Bestandteil Ihrer Marketingstrategie werden, um letztlich die Unternehmensentwicklung zu unterstützen. Jede Ihrer neuen Kampagnen muss dann auf einer strategischen Content Entwicklung basieren.

Am Anfang steht die klare Zielgruppendefinition, die Festlegung von Kennzahlen zur Messung der erreichten Conversions, gefolgt von der Definition geeigneter Keywords für die Suchmaschinenoptimierung sowie zielgruppengerechter und produktgeeigneter Kanäle. Ganz wichtig sind hierbei ebenfalls die Marktdaten – wer sind Ihre Mitbewerber und wie sprechen diese die Kunden an.

Dann folgt die eigentliche Content Entwicklung jeweils ausgerichtet auf die ausgewählten Kanäle. Allen gleich sind die zu stellenden Fragen:

  • Wer soll Ihr Produkt kaufen?
  • Warum soll die Zielgruppe Ihr Produkt kaufen?
  • Was ist das Besondere und Einzigartige an Ihrem Produkt?
  • Wie kann das Produkt eingesetzt werden? Wie erleichtert es das Leben Ihrer Kunden?
  • Kann Ihr Produkt emotionalisiert beworben werden?
  • Was möchten Sie mit der Kampagne erreichen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ihre Content Marketing Strategie zu erstellen und darauf dann basierend Ihren eigentlichen Content. Diese beiden Template können Ihnen die Planung erleichtern.

Content Marketing wird nur dann von den Kunden akzeptiert, wenn es authentisch, ehrlich und mehrwertstiftend ist.

Hier finden Sie ein paar gute Beispiele

Deutsch: Content Marketing Institute

Englisch: Salesforce

Wichtig bei aller Planung und strategischen Entwicklung: Bleiben Sie flexibel und behalten Sie Ihre Erfolgsmessung im Blick. Nur dann können Sie ad-hoc und real-time auf verändertes Kunden- oder Marktverhalten reagieren und Ihren Content darauf anpassen. Und dann ist Ihr Content Marketing tatsächlich eine Kommunikationsstrategie, die langfristig die Unternehmensziele unterstützen wird.

Wie weit sind Sie mir Ihrem Content Marketing? Ist Ihre Content Entwicklung bereits strategisch in Ihren Marketingplan eingebunden? Senden Sie uns Ihre Erfahrung oder auch gerne Ihre persönliche Erfolgsgeschichte oder weitere Best Practices. Wir freuen uns drauf.

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April 1st, 2016 by Sylvia Lohr

Social Publishing (= Veröffentlichen) auf Xing und LinkedIn – wirklich relevant für jeden?

Sie kennen das – Sie öffnen morgens Ihre Email-Inbox und finden direkt zahlreiche Artikel Ihrer Kontakte und Gruppen auf Xing und LinkedIn.

Irgendwann haben Sie sich für diese Plattformen entschieden, um Themen zu diskutieren, Gruppen beizutreten und unter Umständen evtl. auch Geschäfte anzubahnen.

Mit der Weiterentwicklung beider Plattformen ist die Zahl der täglichen Posts, Beiträge und Mitteilungen exorbitant gestiegen. Treffen diese Artikel ihre Erwartungen? Helfen diese Veröffentlichungen den vertretenen Unternehmen oder den einzelnen Autoren, oder beiden? Welche Inhalte eignen sich und was sind die Risiken?

Zu diesem Thema habe ich mit dem B2B Marketingexperten Markus Karras diskutiert. Im Folgenden finden Sie unser „Pro und Contra“ Gespräch zusammengefasst, ob und was angestellte Führungskräfte in sozialen Medien veröffentlichen sollten.

Markus Karras:

Es gilt das Personal Branding mit dem Firmenbrand in Einklang zu bringen. Führungskräfte sollten relevante Informationen verteilen und mit Meinungen präsent sein auf den sozialen Kanälen, um Vertrauen für ihre Arbeit bei dem Unternehmen zu bilden für das sie tätig sind.

Sylvia Lohr:

Soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn sind zunächst einmal gern genutzte Plattformen zur persönlichen Positionierung, um evtl. auch neue Jobs zu bekommen. Sicher gibt es gute Gründe als Autor in sozialen Netzwerken vertreten zu sein. Doch manchmal ist auch hier „weniger“ wahrscheinlich manchmal „mehr“. Führungskräfte sollten zuerst als loyale Mitarbeiter des Unternehmens wahrgenommen werden und darüber hinaus evtl. sogar als Marktexperten. Sie dürfen ihre Interessen jedoch nicht über die der Firma stellen.

Markus Karras:

Die inhaltliche Präsenz schafft Glaubwürdigkeit durch Transparenz und Meinungsführerschaft und zahlt in das Profil nicht nur der Führungskraft, sondern auch des vertretenden Unternehmens ein, da es doch offensichtlich attraktiv ist als Arbeitgeber für Charakterköpfe.

Sylvia Lohr:

Es muss dennoch die Balance gehalten werden, damit persönliche Veröffentlichungen auch zu einem positiven Employer Brand beitragen.

Markus Karras:

Es obliegt letztlich der Führungskraft den persönlich bevorzugten Mix von Inhalten zu bestimmen. Rein fachlich-beruflich, fachlich und privat, oder überwiegend private Themen von öffentlicher Bedeutung sind möglich. Der persönliche Fingerabdruck, Authentizität muss erkennbar sein, sonst wird sich wenig Folgschaft finden. Es geht nicht darum Werbe- oder Produktinformationen zu verbreiten, sondern eigene Standpunkte und Informationen, die als wichtig erachtet werden.

Sylvia Lohr:

Das kann/soll aber nicht komplett ohne bestimmte Guidelines stattfinden. Das finde ich etwas riskant. Ich denke, dass viele Führungskräfte die Kraft und Macht sozialer Netzwerke noch nicht komplett überblicken. Wie auch, liegt doch ihr Augenmerk üblicherweise auf anderen Themen denn auf digitaler Kommunikation und Social Media. Daher denke ich, dass es notwendig ist, allen, auch Führungskräften, die im Namen des Unternehmens verbreiten, gewisse Guidelines an die Hand zu geben.

Markus Karras:

Social Media Trainings müssen firmenintern stattfinden, um die Do´s and Don´ts klarzumachen. Nach den ersten Gehversuchen stellt sich aber bald Routine ein. Interesse generiert, wer sich als kompetent über die Unternehmensgrenzen hinweg zeigt, in eigenen Worten nicht im Firmensprech, zu Themen die zur Firma gehören, und darüber hinaus einen Einblick in das eigene Weltbild erlaubt. Letztlich eine persönliche Entscheidung. Personal und Corporate Branding sind vereinbar und verstärken sich wechselseitig.

 

Was denken Sie über die Einbindung von Führungskräften in Social Media? Ist Ihr Senior Management gut gerüstet für die digitale Kommunikation? Sagen Sie uns Ihre Meinung, teilen Sie Ihre Erfahrung mit uns. Wir freuen uns darauf.

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März 7th, 2016 by Sylvia Lohr

Online Kommunikation trifft Offline Auftritt?

eventLetzte Woche war ich auf der CCW 2016 in Berlin, eine Fachmesse rund um das Thema Call-Center und Kundenservice. Jedes Jahr treffen sich dort in Berlin die Marktführer und zeigen den neuesten Trend im Kundendienst. Customer Journey ist das Zauberwort und natürlich hängen die Erwartungen hoch, endlich das Kundenerlebnis präsentiert zu bekommen das mir als Kunde das stundenlange Warten in einer Hotline-Schlange abnehmen könnte.

Jeder Außenauftritt auch auf einer solchen Fachmesse hat unmittelbaren Einfluss auf das Kundenverhalten. Denn jeder Mensch auf der Messe, ob als Standpersonal oder Besucher nimmt Eindrücke und Messages mit, die er im ungünstigen Fall negativ multipliziert. Standpersonal, Besucher, Presse laufen über die Messe entweder um neue Trends zu entdecken, die Konkurrenz zu beobachten oder News aufzuschnappen. Meistens werden Besucher und Pressevertreter auch noch explizit zu einem Besuch am eigenen Stand eingeladen.

Am Anfang steht das Wecken von Erwartungen. Einladungen zu Messen werden häufig mit Schlagworten besetzt, z.B. Omnichannel, Kundenservice… und der klaren Aufforderung die Messe zu besuchen, um auf jeden Fall das neueste Produkt direkt vor Ort zu erleben oder mit einem Unternehmensvertreter direkt sprechen zu können.

Auf der diesjährigen CCW konnte ich einige Beispiele sammeln, die den Bruch zwischen On- und Offline Kommunikation veranschaulichten. Im Vorfeld wurden schöne, stark aussagekräftige Einladungen per Mail versendet, teilweise mit dem Versprechen auf etwas Besonderes wie einem Fotoshooting in einem seltenen Wagen.

Wie sah in einigen Fällen die Realität aus?
  • Kein freier Unternehmensvertreter war zu sehen. Entgegen der Erwartung jemanden direkt vor Ort sprechen zu können, musste der Kunde nun entweder einen Termin vereinbaren oder gar erst nach der Messe den Dialog aufnehmen. Ziel verpasst – die Einladung versprach etwas was in der Realität nicht eingehalten werden konnte.
  • Der Kunde wurde direkt angesprochen und auf den Stand gebeten. Doch konnten Sie tatsächlich alle Fragen zu den beworbenen Schlagworten beantworten? Wie unterscheiden sich Ihre Aussagen zum speziellen Thema von denen Ihrer Mitbewerber? Und haben Sie wirklich etwas Neues oder doch nur das „Alte“ im neuen Gewand?
  • Das Fotoshooting fand in einer abgelegenen Ecke in einer Messehalle statt, leider nicht am Hauptstand, der direkte Bezug zu diesem Gimmick und den Aussagen zum Unternehmen und dessen Leistungen war nicht erkennbar. Was wollte das Unternehmen damit ausdrücken?
Ein gutes Beispiel erkennt man an Messeständen, auf denen immer Bewegung und Gespräche stattfinden.

Genesys-CCW2016-LEDDurch konsequente, zielgerichtete und persönliche Ansprache von KGenesys-CCW2016unden und Neukontakten, erhöht sich die Anzahl der Leads und Gespräche.

Und am Ende ist die Königsdisziplin geschafft, wenn Kunden und Besucher sich an 1. den Stand und 2. die Aussagen auf der Messe und auch im Rahmenprogramm erinnern und 3. last but not least, neue Vertriebsmöglichkeiten eröffnet wurden.

Das erreicht man nur mit einer konsequenten Kampagnenplanung vorab, einer stringenten Umsetzung in der gesamten Kommunikation und während der Messe.

 

Fazit: Ein erfolgreicher Messeaufritt basiert auf einer umfassende Kampagnenplanung und nicht nur auf einem ansehnlichen Stand. Im Vorfeld muss bestimmt werden welche Themen (Content/Aussage), wo (Kanal) und an wen (Zielgruppe) kommuniziert werden sollen.

Wie ist Ihre Messeerfahrung? Sehen Sie häufiger Brüche zwischen der Kommunikation und dem real Präsentierten? Teilen Sie Ihre Beispiele und Erfahrungen.

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