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März 27th, 2019 by Sylvia Lohr

Den Spruch haben Sie bestimmt schon gehört oder gelesen „Ich bin nicht da. Wenn ich wieder da bin, bevor ich zurückkomme, sagt mir bitte, ich soll auf mich warten.“ Meist steht er auf bunten, lustigen Postkarten, die man gerne jemandem schenkt oder vorhält, wenn man nicht gestört werden möchte.

Somit stellt dieser einfache Spruch direkt eine Abwesenheitsnotiz dar – welch ein Wort für eine kurze, konzentrierte Information. Auch bekannt als Out-of-Office Message – wenigstens ist hier die Abkürzung einfacher (OoO).

Doch ist die Abwesenheitsnotiz wirklich so banal, wie sie manchmal klingt? Ich finde gerade die Erstellung einer solchen Notiz höchstkomplex. Schließlich möchte man kurz und knapp jemandem mitteilen, dass man nicht da ist, die Angelegenheit nicht bearbeiten kann, sich dieser aber nach der Rückkehr annimmt und evtl. einen Kontakt angeben, der sich vielleicht sofort darum kümmern kann.

Wenn man nun Marketinggrundlagen für gutes Email-Marketing zugrunde legt, müssen einem hier die Haar zu Berge stehen. Mindestens 3 wichtige Informationen, wenn nicht sogar 4 sollen hier in einem 2-Zeiler untergebracht werden. Und werden sogar, wie diese Beispiele zeigen:

Warum werden solche kleinen Textabschnitte so sträflich behandelt? Wahrscheinlich weil sie nicht als Teil des Gesamtmarktauftrittes gesehen werden. Jede Kommunikation sollte ansprechend, aktiv, freundlich und verbindlich gestaltet sein und dem Unternehmenscodex folgen. Bei einigen der folgenden Beispiele fragt man sich aber zu welchem Unternehmen der Absender gehört. Oder schlimmer, welches Image das Unternehmen nach innen und außen transportiert – wenn die Abwesenheitsnotiz den oben genannten Kriterien folgt.

Fühlen Sie sich von solchen Texten angesprochen? Ehrlich gesagt muss ich bei einigen schmunzeln – doch so wirklich zum Lachen ist mir dabei nicht. Vielmehr finde ich es schade, dass einer solchen Notiz so wenig Beachtung vom Absender geschenkt wird und der Empfänger sie lesen muss, um informiert zu werden. Bekäme ich eine solche Email ohne vorher den Kontakt gesucht zu haben, würde ich sie als Spam kennzeichnen. Genug der Nörgelei – was kann man tun?

Zunächst einmal ist es wichtig, genau zu definieren welche die Hauptaussage ist – wahrscheinlich die, dass das Anliegen des Kunden nicht sofort bearbeitet werden kann (nein tatsächlich nicht die, dass man nicht im Büro ist!). Gibt es eine Interimslösung, die angeboten werden kann – außer, dass die Mail nicht weitergeleitet wird.

Es könnte also in etwa so sein, wie:

Kurz und zielgerichtet

Guten Tag und vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ich bin derzeit nicht im Haus, beantworte Ihr Anliegen aber umgehend nach meiner Rückkehr (*evtl. mit dem Hinweis: am DD.MM.YY). Falls Sie zeitnah Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an XYZ (Email).

Mit besten Grüßen

Kurz und persönlich

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Schade, dass Sie mich nicht direkt antreffen. Gerne beantworte ich Ihr Anliegen nach meiner Rückkehr. Sollten Sie zeitnah Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an XYZ (Email). 

Wir freuen uns über Ihre Email.
Mit besten Grüßen

Kurz mit personenbezogenen Daten

Guten Tag und vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ich bin derzeit nicht im Haus, beantworte Ihr Anliegen aber umgehend nach meiner Rückkehr (*evtl. mit dem Hinweis: am DD.MM.YY). Falls Sie zeitnah Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an XYZ (Email).

Mit besten Grüßen

(*) Überlegen Sie genau, ob Sie personenbezogene Daten in die Abwesenheitsnotiz nehmen möchten. Das kann u.U. gegen die DSVO oder zumindest gegen Unternehmensrichtlinien verstoßen. Ist es darüberhinaus notwendig, dass das Gegenüber weiß, dass Sie noch 2 Tage im Urlaub oder auf Geschäftsreise sind?

Auch hier, wenn Sie evtl. jemand sind, der statt einem langen Urlaub mehrere kurze nimmt, kann die Frage aufkommen, wieviel Urlaub sie haben. Oder auch wie häufig sie geschäftlich unterwegs sind, statt im Büro und warum Sie in diesem Kontext nicht remote auf Ihre Mails zugreifen.

Ist die Abwesenheitsnotiz wirklich geschäftsentscheidend? Wahrscheinlich nicht direkt, doch zahlt sie im Unterbewusstsein in das Unternehmensimage ein. Außerdem spricht ja nichts dagegen auch diese Kommunikation freundlich und höflich, gerne auch witzig zu gestalten. Oder?

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April 29th, 2016 by Sylvia Lohr

Content Marketing

Das war der Titel des heutigen Webinars gemeinsam mit Jochen Gross, CEO, ajando GmbH in Mannheim. Im ersten Teil führten wir in den Bereich Content Marketing als strategisches Marketingtool. Der zweite Teil war angereichert mit Praxistips und -beispielen. Webinar-Content-Marketing

Wir sprachen über die Unterschiede von analoger und digitaler Kommunikation, als auch über die Vorgehensweise in der Erstellung einer Content Marketing Strategie bis hin zu den unterschiedlich angesiedelten Meßzahlen.

Sehen Sie hier die Aufzeichnung auf YouTube.

Haben Sie Fragen/Kommentare zur Aufzeichnung, zum Content Marketing oder Praxisbeispielen? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

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Content Marketing
April 13th, 2016 by Sylvia Lohr

Gibt es nicht schon genug? Content Marketing

Das Thema Content Marketing und damit einhergehend Content Entwicklung ist so vielschichtig, dass dieses strategische Marketinginstrument von verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden sollte. Content Marketing ist mehr als Inhaltserstellung – es bildet vielmehr eine Stufe im Digital Marketing ab.

Worum geht es bei Content Marketing?

Bei Content Marketing geht es darum, das Produkt, die Dienstleistung dem Kunden „schmackhaft“ zu machen. Natürlich kann man jetzt sagen, dass machen wir Marketingexperten ja schon seit Jahren. Was ist also neu daran?

Content Marketing ist die strategische Planung von Inhalten und deren Entwicklung. Das Content Development folgt den Vorgaben der Content Marketing Strategie.

Neu am Content Marketing ist die Herangehensweise und der Blickwinkel. Durch den Einsatz verschiedener online und offline Kommunikationskanäle um den Lebensablauf des Kunden herum, muss bei der Content Entwicklung auf neue Regeln geachtet werden. Die Sprache, die Länge der Sätze und Absätze müssen auf die einzelnen Kanäle angepasst werden, ein gutes Beispiel ist hierbei Twitter. Mit weniger als 145 Zeichen muss das Wesentliche gesagt sein, damit der Leser weiterlesen möchte.

Content Marketing ist darüber hinaus ein strategisches Marketinginstrument, das den Vertrieb und die allgemeinen Geschäftsziele unterstützt. Es ist essentiell wichtig den Content auf die Zielgruppe auszurichten, dabei aber auch die Firmenphilosophie zu transportieren. Es geht im Wesentlichen darum authentische Geschichten rund um das Produkt zu erzählen. Und das über den gesamten Lebenszyklus einer entsprechenden Kampagne.

Hierbei steht nicht primär das Produkt im Vordergrund, sondern die Informationen zu dem Produkt und der dahinterstehenden Marke, siehe auch diese Definition auf der Seite Online Marketing Praxis.

Der Prozess des Content Marketing

Content Marketing muss fest integrierter Bestandteil Ihrer Marketingstrategie werden, um letztlich die Unternehmensentwicklung zu unterstützen. Jede Ihrer neuen Kampagnen muss dann auf einer strategischen Content Entwicklung basieren.

Am Anfang steht die klare Zielgruppendefinition, die Festlegung von Kennzahlen zur Messung der erreichten Conversions, gefolgt von der Definition geeigneter Keywords für die Suchmaschinenoptimierung sowie zielgruppengerechter und produktgeeigneter Kanäle. Ganz wichtig sind hierbei ebenfalls die Marktdaten – wer sind Ihre Mitbewerber und wie sprechen diese die Kunden an.

Dann folgt die eigentliche Content Entwicklung jeweils ausgerichtet auf die ausgewählten Kanäle. Allen gleich sind die zu stellenden Fragen:

  • Wer soll Ihr Produkt kaufen?
  • Warum soll die Zielgruppe Ihr Produkt kaufen?
  • Was ist das Besondere und Einzigartige an Ihrem Produkt?
  • Wie kann das Produkt eingesetzt werden? Wie erleichtert es das Leben Ihrer Kunden?
  • Kann Ihr Produkt emotionalisiert beworben werden?
  • Was möchten Sie mit der Kampagne erreichen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ihre Content Marketing Strategie zu erstellen und darauf dann basierend Ihren eigentlichen Content. Diese beiden Template können Ihnen die Planung erleichtern.

Content Marketing wird nur dann von den Kunden akzeptiert, wenn es authentisch, ehrlich und mehrwertstiftend ist.

Hier finden Sie ein paar gute Beispiele

Deutsch: Content Marketing Institute

Englisch: Salesforce

Wichtig bei aller Planung und strategischen Entwicklung: Bleiben Sie flexibel und behalten Sie Ihre Erfolgsmessung im Blick. Nur dann können Sie ad-hoc und real-time auf verändertes Kunden- oder Marktverhalten reagieren und Ihren Content darauf anpassen. Und dann ist Ihr Content Marketing tatsächlich eine Kommunikationsstrategie, die langfristig die Unternehmensziele unterstützen wird.

Wie weit sind Sie mir Ihrem Content Marketing? Ist Ihre Content Entwicklung bereits strategisch in Ihren Marketingplan eingebunden? Senden Sie uns Ihre Erfahrung oder auch gerne Ihre persönliche Erfolgsgeschichte oder weitere Best Practices. Wir freuen uns drauf.

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