Willkommen in der agilen Marketingwelt

Die Marketingwelt hat sich verändertone stop marketing: Blog Artikel

In der heutigen digital getriebenen Zeit entscheidet der Kunde noch stärker über den Markt. Er bestimmt nachhaltiger die Regeln der Wertschöpfungskette, wie z.B. über den Kaufort oder Verkäufer. Sehr häufig geschieht das über die Beurteilungen, die pro-aktiv über Netzwerke verteilt werden.

Es geht heute also verstärkt darum Kunden zu gewinnen, zu halten und vor allem einzubinden. Virales Marketing ist ein starkes Kommunikationsinstrument, das von Ihren Kunden, Geschäftspartnern und selbst jenen, die noch nie bei Ihnen gekauft haben, bestimmt wird.

Viel zu häufig geschieht es heute aber immer noch, dass zum Ende des Vorjahres der Marketingplan für das Folgejahr erstellt wird und somit fast in „Stein gemeißelt gilt“. In den analog bestimmten Zeiten waren solche langfristigen Vorlaufzeiten notwendig, um die entsprechenden Maßnahmen, wie z.B. Anzeigen oder Direct Mailings, zu erstellen. Heute in der digitalen Welt sind Flexibilität und ständige Anpassung an den Markt gefragt.

Dadurch entstehen oftmals Siloaktivitäten, weil schnell noch ein PDF online gestellt werden muss, ein Kundenevent zum Abverkauf eines speziellen Produktes benötigt wird oder aber ein Imagefilm für einen Messeauftritt kurzfristig produziert werden soll. Und das alles soll am Ende zur Lead-Generierung führen. Kann es aber nicht, denn jede dieser Aktionen muss der gesamten Unternehmensstrategie folgen und benötigt eine abgestimmte Planung und Ausführung statt einer kurzfristigen, separierten ad-hoc Umsetzung.

Neue Typen braucht das Marketing

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit für einen neuen Typ des Marketingplan. Statt klar vorgebuchter Aktivitäten müssen sich hier vielmehr die Unternehmens- und Vertriebsziele abbilden. Statt klar definierter Taktiken sind heute klar definierte Kanäle notwendig.

Die Erstellung und Umsetzung eines solchen Marketingplanes benötigt 2 bestimmte, miteinander eng zusammenarbeitende Typen. Der strategische Generalist, der die Unternehmensziele in Kommunikationskanäle übersetzen kann und die Spezialisten, die die verschiedenen Kanäle bespielen können. Und dann kommt dazu noch der Vertrieb, der ebenfalls andere, neue Kommunikationskanäle fordert.

Viele Unternehmen reagieren darauf, in dem sie Marketinggeneralisten, die schon länger zum Unternehmen gehören, die Verantwortung für digitales Marketing übertragen. Oder aber junge Mitarbeiter für digitale Spezialgebiete einkaufen. Was allerdings dabei auf der Strecke bleiben kann sind das gegenseitige Verständnis und das miteinander planen und entwickeln. Marketingspezialisten aus dem traditionellen Bereich kennen die neuen digitalen Kommunikationsplattformen, weniger häufig aber deren Einsatzmöglichkeiten, -chancen und –risiken. Die Generation, die mit Sozialen Medien und weiteren digitalen Kanälen aufgewachsen ist, lebt zwar mit diesen Medien doch weniger häufig mit dem Verständnis für Vertriebs- und Marketingstrategien.

Doch was passiert, wenn Generalisten in Spezialbereiche vordringen, die Spezialisten unzulänglich in Projekte involviert sind und der Vertrieb Innovationen fordert? Sprechen alle die gleiche Sprache und verstehen einander? Kennt der Marketingspezialist die Sprache des Marktes, respektive die Sprache der Kunden? Ist jeder Mitarbeiter tatsächlich mit den neuen Medien vertraut und kann sie entsprechend den Zielen bedienen?

Was bedeutet z.B. der Ausdruck eBook? Wie ist eine Ausschreibung zu lesen und zu beantworten? Die Konkurrenz bietet Kundenapps an, sollten man dem folgen? Wonach werden digitale Erfolge gemessen? Was ist wichtiger Touch-Point oder Conversion? Was ist SEO und wann wird es sinnvollerweise eingebunden?

Jeder dieser Beispielfragen zeigt auf, wie komplex das Thema Marketingplan im 21. Jahrhundert geworden ist. Heute geht es verstärkt um Übersetzung des „Alten“, oftmals aus der analogen Welt kommenden, in das „Neue“ in der digitalen Welt lebenden. Dazu gehören Vertriebs- und Marketingaussagen, Verknüpfungen von On- und Offline-Aktivitäten, neuartige Statistikmodelle, etc.

Was ist das Ziel?

Marketing & Vertrieb gehören zusammen. Und finden tagtäglich in allen Lebensbereichen statt. Am Ende des Tages geht es immer darum Produkte zu verkaufen und Loyalität zwischen Anbieter und Kunden aufzubauen.

Hierzu benötigt es einer umfassenden aber flexiblen Strategie, die richtigen Instrumente zur Umsetzung und einen Fragenkatalog zur lebendigen Kommunikation mit dem Kunden. Der Erfolg wird durch die Meßbarkeit der digitalen Kanäle oder auch direkt bei einer Veranstaltung sichtbar.

Möchte ein Unternehmen – ob groß oder klein – aus der Masse herausstechen, muss es in der Masse der digitalen Kanäle mitschwimmen, diese aber zum eigenen Nutzen um- und übersetzen können.

Was denken Sie darüber? Ist Ihre Marketingstrategie heute bereits entsprechend ausgerichtet? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

 

Januar 8th, 2016 by